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Bötersen trotzt Dorfschul-Debatte

Einrichtung besteht seit 50 Jahren in ihrer jetzigen Form / Rektorin blickt zuversichtlich in die Zukunft

 

In Zeiten, in denen die Politik häufig über den Erhalt von kleineren Dorfschulen diskutiert, mutet das 50-jährige Bestehen der Grundschule Bötersen in ihrer jetzigen Form fast wie ein Kontrastpunkt an. „Unterrichtet wurde im Ort schon lange Zeit vorher“, erklärt Rektorin Ulrike Eckerleben-Schaefers, die sich eingehend über die Geschichte ihrer Schule informiert hat. Auch in die Zukunft blickt die Schulleiterin zuversichtlich.

Die Anfänge der Schule lassen sich bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Belegen lässt sich ein Betrieb allerdings erst ab 1902 mit einem in Sütterlin verfassten Schulbuch. In vielen Dörfern gab es zu dieser Zeit kleine Schulen und dort galt es, die Kinder mehrerer Jahrgänge in einem Klassenraum zu unterrichten. Daran erinnern sich in Bötersen viele ältere Mitbürger, noch genauso gut wie daran, dass der heutige Dorfladen von Cordula Bientzle ein Schulgebäude war, in dem sich zwei Klassenräume befanden.

Auch Höperhöfen hatte damals eine eigene Schule. Doch die Anforderungen an die Einrichtungen stiegen und deshalb gründeten die beiden Ortschaften 1962 einen Schulzweckverband, der es sich auf die Fahnen geschrieben hatte, ein zentrales Gebäude zu errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte 1963 am Ortsrand von Bötersen.

Ab April 1965 galt es die Schüler – in den noch nicht vollständig fertiggestellten Räumlichkeiten – zu unterrichten, bis schließlich am 28. Oktober 1965 das Gebäude offiziell eingeweiht wurde. Anfangs noch als Mittelpunktschule mit den Jahrgangsstufen eins bis neun betrieben, entstand daraus in den frühen 1970er Jahren eine reine Grundschule. Und diese hatte zu ihrer Anfangszeit einen großen Einzugsradius. Selbst aus Waffensen und Mulmshorn hatte es die Kindern nach Bötersen verschlagen. Im Laufe der Jahre ging es für sie aber nach Rotenburg. Bötersen ging dann eine Kooperation mit Hassendorf ein, weil die dortige Schule geschlossen wurde. „Diese Kooperation hat bis heute Bestand und wird auch in Zukunft von dort unterstützt“, berichtet Eckerleben-Schaefers, die seit 2009 in Bötersen ihren Dienst versieht und die vierte Rektorin der Schule ist.

Die Grundschule Bötersen beherbergte in Spitzenzeiten bis zu 150 Schüler. Aktuell besuchen 99 Kinder in fünf Klassen die Einrichtung. Unterrichtet werden sie von fünf Lehrerinnen. Abgerundet durch zwei pädagogische Mitarbeiterinnen und der Rektorin präsentiert sich die Schule als verlässliche Grundschule mit Nachmittagsbetreuung bis zur sechsten Stunde. Sekretärin Hannelore de Vries, die früher selbst in Bötersen zur Schule ging und für viele der gute Geist der Schule ist, vervollständigt das Team.

„Ich habe eine tolle Mannschaft, die ihre Aufgaben mit Hingabe und Leidenschaft erfüllt“, so Eckerleben-Schaefers und betont dabei auch die Wichtigkeit des Schulfördervereins. 2003 gegründet ist dieser ehrenamtlich von Eltern geführte Verein eine stützende Kraft für den Schulbetrieb und hat als großes Projekt unter anderem die Finanzierung von neuen Spielgeräten für den Pausenhof erreicht.

Die Zukunft der Schule bewertet die Rektorin angesichts der Schülerzahlen und einer energetischen Renovierung vor ein paar Jahren als sehr positiv. Und so kann sie auch voller Freude auf die Jubiläumsfeier am 25. September hinweisen. „Wir öffnen dann ab 16 Uhr unsere Türen und freuen uns auf viele Eltern, Kinder und vielleicht auch ehemalige Schüler.“

Quelle: Rotenburger Kreiszeitung vom 06. September 2015

Danke an den Autor Matthias Daus

Schulleiterin Ulrike Eckerleben-Schäfers, kurz auch gern "Frau Schäfers", fühlt sich in der Grundschule Bötersen wohl. Deshalb freut sie sich auch auf die Jubiläumsfeier. ©Andreas Schultz

Bötersen (as). „50 Jahre jung“ steht auf der Einladung zur Jubiläumsfeier der Grundschule in Bötersen. „Alt fühlen wir uns nicht, wir schauen nach vorn“, erklärt Schulleiterin Ulrike Eckerleben-Schäfers und lacht. Das gibt auch das Festprogramm wieder, an dem die Lehrer in den vergangenen Wochen noch gefeilt haben. Wenn am Freitag, 25. September, die Schule ihren Geburtstag feiert, stehen die Kinder im Zentrum.

Doch auch wenn das Programm eher auf die Kleinen ausgerichtet ist: Eingeladen sind auch Erwachsene. Vor allem die aus Bötersen, Schleeßel, Platenhof und Hassendorf. Bei den Orten handelt es sich nämlich um den derzeitigen Einzugsbereich der Schule. Und auch ehemalige Schüler aus Mulmshorn und Waffensen, die früher mal dazu gehörten, sind gern gesehene Gäste.

Los geht der sogenannte „bunte Nachmittag“, den die Schule zum Jubiläum geplant hat, um 16 Uhr. Nicht nur die Spielgeräte auf dem Schulhof, die Eckerleben-Schäfers zu den besonderen Errungenschaften der vergangenen Jahre zählt, stehen dann für die jungen Menschen bereit. „Wir haben mit unseren Kooperationspartnern ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Das wird ein fröhlicher Nachmittag und das soll er auch sein. Immerhin ist das Jubiläum ein guter Grund zum Fröhlichsein“, erklärt die Schulleiterin. Zu viel möchte sie aber nicht verraten. Im Zentrum soll die Überraschung stehen. Nur so viel: Spiele gehören auf jeden Fall dazu. Zudem veranstaltet die Schule ein kleines Café, in dem es gegen eine kleine Spende Kaffee und Kuchen gibt. Damit es mit den aufgenommenen Kalorien dann nicht zu viel wird, steuern die Organisatoren mit einem Sportprogramm gegen. „Wir veranstalten einen Sponsoren-Lauf für Jung und Alt“, erläutert Eckerleben-Schäfers. Der Vorteil: Jeder kann mitmachen, Freunde, Verwandte und Firmen um Unterstützung bitten. Wer einen guten Preis für eine Runde auf dem Sportplatz aushandelt und dann entsprechend viele Runden schafft, tut der Schule Gutes. „Die Kinder wünschen sich unbedingt eine Rutsche“, erklärt die Schulleiterin. Und die soll sich möglichst in das Bild auf dem Schulhof einfügen, daher denkt die Lehrerin bereits an ein Modell in naturnaher Gestaltung. „Das Geld der Sponsoren geht dann an den Förderverein. Der unterstützt uns schon lange tatkräftig“, freut sich Eckerleben-Schäfers. In den gleichen Topf wandert der Erlös aus dem Café.

Quelle: Rotenburger Rundschau vom 23. September 2015

Bericht der Rotenburger Neuen Presse vom 23. September 2015