Grundschulen-Tischtennis: Regionalmeisterschaft im Rundlauf

Sottrum. Der Kampfgeist sticht bei vielen hervor. Das lassen bereits die Namen der Mannschaften erahnen, die bei der dritten Auflage des Sottrumer Rundlauf-Cups ihre Grundschulen vertreten. Dritt- und Viertklässler der Einrichtungen aus Bötersen, Horstedt und Sottrum trafen sich am Mittwoch in der Halle am Bullenworth, um festzustellen, welche der drei teilnehmenden Schulen die besten Schlägersportler hat.

Heiße Anwärter waren da zum Beispiel die selbstsicheren Spieler von „die Besten“, aber auch „die Killer“ ließen sich nichts nehmen. Fallhöhe im Bezug auf die Namenswahl hatte auf der anderen Seite die Begegnung von „die Destroyer“ und „Robben I“. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Mannschaftsname und Motivation?

Bis Turnierende lässt sich das nicht feststellen. „Sicher ist aber, dass vor allem die Schüler und Lehrer der Grundschulen in Bötersen und Horstedt heiß auf das Event waren“, meint Sven Plaschke. Der Sottrumer ist Mitglied der Tischtennis-Abteilung des TV Sottrum und sorgt mit seinen Vereinskameraden Hannah Weber, Klaus Lüßen, Marc Itzen und Lennart Frese für den reibungslosen Ablauf des Turniers. Für den Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) mischt wieder Lukas Brinkop bei der Umsetzung mit. Er ist es auch, der den Mannschaften nach dem Einlauf in die Halle einheizt. „Im Grunde seit ihr alle schon Sieger“, teilt er den sieben Teilnehmergruppen mit. Denn sie hatten sich bereits im Schulentscheid durchgesetzt und wollten nun im Rahmen der Regionalmeisterschaft gegen die Vertreter der anderen Einrichtungen alles geben. Die schon spürbar hohe Motivation der Mannschaften erhöhten Lehrerinnen und Klassenkameraden, die mal von der Tribüne, mal direkt am Spielfeldrand anfeuerten. Drei Schülerinnen von der Löwenzahngrundschule hatten sogar ein kleines, selbstbemaltes Papp-Banner mitgebracht, um ihre Vertreter am Tisch zu unterstützen. Auch das wirkt auf das Turnierklima. „Die Stimmung ist gut, den Kids macht es Spaß“, sagt Plaschke und freut sich. Unterhaltung fanden die Kleinen auch abseits der Meisterschaft. Die Abordnungen von TTVN und TV Sottrum hatten im letzten Hallendrittel allerhand Tischtennis-Übungsgerät aufgebaut. Wer von den rund 160 Schülern selbst nicht am Turnier teilnahm, freute sich über das Spielzeug. Dort gab es vor Beginn der Meisterschaft auch Foto-Sessions für die Mannschaften. Das Bild der jeweiligen Sieger-Teams prangt später auf der Gewinner-Trophäe: je eine Miniatur-Auführung eines Tischtennistischs wandert an die beste dritte und vierte Klasse. Künftig könnte die Konkurrenz übrigens größer werden. Der TV liebäugelt damit, auch die Grundschule Ahausen ins Boot zu holen. „Dann hätten wir alle Grundschulen der Samtgemeinde dabei und könnten einen Samtgemeinde-Cup ausspielen, zum Beispiel als Wanderpokal“, blickt Plaschke vorsichtig in die Zukunft. Die Ergebnisse: Bei den Drittklässlern setzten sich die Robben (Grundschule am Eichkamp Sottrum, Außenstelle Morgenstern) durch und verwiesen die Destroyer (Löwenzahngrundschule Horstedt), Team Eichkamp (Grundschule Am Eichkamp) sowie die Bötersener Stars (Grundschule Bötersen) auf die folgenden Plätze. Die Bötersener Haie dominierten die Gruppe der Viertklässler, gefolgt von den Killern (Horstedt) und den Besten (Sottrum).

 

aus Rotenburger Rundschau vom 28. April 2017

Autor Andreas Schultz

Tischtennis Rundlauf Cup 2016

Sottrum (as). Bei Tisch liegen Jubel und Frustration manchmal nahe beieinander – zumindest, wenn ein kleiner weißer Kunststoffball und eine Reihe roter Schläger eine Rolle spielen. Wer am Mittwochmorgen in der Sottrumer Sporthalle am Bullenworth war, sah das aus nächster Nähe, denn der Turnverein und der Niedersächsische Tischtennisverband (TTVN) veranstalteten dort die zweite Auflage des Rundlauf-Team-Cups.

2. Rundlauf-Cup Sottrum

Der Einladung folgten die Grundschulen aus Sottrum, Bötersen und Horstedt. Die Teams der dritten und vierten Klassen zeigten ihr Können an der Tischtennisplatte. Zuvor hatten sich die Vierergruppen bereits im schulinternen Turnier gemessen – beim Cup trafen damit die Besten aufeinander.

Für Stimmung sorgten die jeweils mit angereisten Klassenkameraden. „Die Kinder sind voll dabei und ihre Klassen feuern an. Natürlich will jeder seine Schule vorne sehen“, erklärt Hannah Weber schmunzelnd die Lautstärke in der Halle. Gemeinsam mit Sven Plaschke und Klaus Lüßen, alle drei aus der TV-Tischtennisabteilung, sorgte sie dafür, dass in Sachen Spielverlauf und Moderation alles in geordneten Bahnen lief.

Den Rest besorgte das Dreiergespann vom TTVN. Lukas Brinkhop und seine beiden BFD-ler sorgten für das Rahmenprogramm. So konnten sich die Kinder, die gerade nicht im Turnierverlauf eingebunden waren, mithilfe von Extratischen und -schlägern austoben. Im Spiel gegen den Ballroboter bestand für sie zudem die Möglichkeit, die Annahme eines flotten Aufschlags zu üben.

Ursprünglich hatten die Sottrumer Ballsportler den Rundlauf-Cup im vergangenen Jahr nach Sottrum geholt, um dem Nachwuchsproblem der Abteilung entgegen zu treten. Das Konzept scheint aufzugehen und kommt an: „Schon 2015 war die Tischtennis-Schnupperstunde, die auf das Turnier folgte, rappelvoll. Und die Lehrer fanden’s toll“, sagt Plaschke begeistert. Auch am Montag, 11. April, veranstaltet die Abteilung wieder in der Trainingshalle am Wieste-Kindergarten eine Schnupperstunde. Los geht’s um 17 Uhr. Plaschke rechnet wieder mit guter Rückmeldung.

Einen Teil dazu könnte neben dem Turnier auch das Rahmenprogramm beitragen. So zeigten Brinkhop und Weber als Fortgeschrittene zum Ende der Veranstaltung noch, „was so alles möglich ist“, wie Plaschke das Schau-Match ankündigte. Auf eine lange Kette fehlerloser Ballwechsel folgte ein Elf-Punkte-Spiel, bei dem beide beispielsweise Rückhandspiel, Schmetterbälle und Top-Spins vorführten. Am Ende setzte sich Regionalligist Brinkhop durch. Ob der zwischenzeitliche Wechsel auf einen größeren Holzschläger dabei eine Rolle spielte, sei dahingestellt.

Beim Rundlauf-Cup hängte die Morgenstern-Grundschule aus Sottrum ihre Mitbewerber ab: Ihr Team „Wölfe“ machte bei den Drittklässlern das Rennen, die gleichnamige Gruppe räumte auch bei den Viertklässlern den ersten Platz ab. Bei den dritten Klassen landete „Flinke Hand“ (Bötersen) auf Platz zwei, „Glubschies“ (Horstedt) auf Platz zwei. Die Plätze zwei bis vier der Viertklässler belegten in absteigender Reihenfolge die Teams „Weißer Hai“ (Bötersen), „Die Schlangen“ (Am Eichkamp, Sottrum), „Bad Boys“ (Horstedt) und „Die Bienen“ (Am Eichkamp, Sottrum).

Quelle: Rotenburger Rundschau Bericht Andrea Schultz

Spaß an der Bewegung

Kinder der Grundschule Bötersen lernen „Rope Skipping“ kennen

 

Das Sport gesund ist, weiß jeder – auch wenn es nicht alle immer glauben wollen. Damit auch die Kinder das bereits früh verinnerlichen, gibt es ein Angebot der Deutschen Herzstiftung – das Präventionsprojekt „Skipping Hearts“. Dabei haben die Grundschüler die Möglichkeit, die sportliche Form des Seilspringens, das „Rope Skipping“, kennenzulernen. Und die Jungen und Mädchen der Klasse 3a der Grundschule Bötersen können jetzt auch mit den besonderen Seilen durch die Halle springen.

Die Idee dahinter ist es, die Kinder durch Seilspringen zu mehr Bewegung zu motivieren. Dafür hat der 32-jährige Ronny Steinbrück Montagfrüh in der Grundschule in Bötersen vorbeigeschaut. Innerhalb von zwei Stunden lernen die Schüler bei ihm einige Sprungtechniken – einzeln, als Paar oder als Gruppe – kennen und können diese im Anschluss den anderen Schulkindern vorführen.

„Bei der Vorführung kann jedes Kind so viel zeigen, wie es möchte“, teilt der Sportwissenschaftler mit. Für viele der Schüler sei das Springseilspringen in dieser Form neu, weiß der 32-Jährige. „Das Seil ist viel schneller und hat Kunststoffgriffe, die sich besonders schnell drehen.“ Ganz anders als die alten Stoffseile.

Ein kleiner Unterschied zwischen den Jungs und den Mädchen ist übrigens zu erkennen – viele der Mädchen hatten bereits erste Berührungen mit einem Springseil gehabt. Die Sportart eigne sich besonders zur Schulung und Verbesserung motorischer Fähigkeiten. Das betont auch Schulleiterin und Klassenlehrerin der 3a Ulrike Eckerleben-Schaefers: „Es schult die koordinativen Fähigkeiten und die Schüler tun etwas für ihre Gesundheit.“ Außerdem hätten die Schüler so die Gelegenheit, festzustellen, dass Sport Spaß machen kann. „Vielleicht kann es sie so ein Leben lang begleiten“, so die Schulleiterin. Es lassen sich auch schnell Fortschritte erkennen. „Am Anfang gab es einige Schüler, die traurig waren, weil sie gesagt haben, dass sie das nicht können, jetzt freuen sie sich aber, weil sie Fortschritte machen.“

„Rope Skipping“ ist übrigens eine eigene Sportart, bei der die Teilnehmer auch in Wettkämpfen gegeneinander antreten.

 

Bild und Text: Jessica Tisemann

Quelle: Rotenburger Kreiszeitung vom 01. März 2016